Projekt »Screening-Sensor« *

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Das Prinzip der Bio-Aktivitäts-Sensorik wird in der GMBU e.V. genutzt, um in kurzer Zeit Informationen über Stoffwechselleistungen von Mikroorganismenstämmen, Umweltisolaten, Belebtschlämmen oder anderen Mischkulturen zu erhalten. Zu diesem Zweck wurde im Rahmen eines Entwicklungsprojektes ein Screening-Sensor aufgebaut.

Ein automatisiertes Fließsystem ermöglicht die sequentielle Injektion verschiedener Proben, welche über einen Carrierstrom zu den Test-Mikroorganismen transportiert werden. Letztere befinden sich in einer Respirationsmesszelle, wobei sie in nativem Zustand, also nicht stabilisiert oder anderweitig vorbehandelt vorliegen. Auf diese Art bleibt der Adaptionszustand erhalten.

Ein Substratscreening ermöglicht beispielsweise in einer Messzeit von weniger als 30 Minuten die Abbaubarkeit von 10 verschiedenen Proben zu prüfen. Damit kann z.B. die Suche nach leistungsfähigen Stämmen für den Schadstoffabbau effektiv gestaltet werden.

Sonderfunktionen ermöglichen auch die Prüfung der Wirksamkeit von Effektoren (Inhibitoren, Aktivatoren) auf die Teststämme oder die Optimierung der Kultivierungsbedingungen durch Bestimmung optimaler für Temperaturen, pH-Werte oder Salinitäten.

Eine online-Messzelle bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Zellmaterial aus laufenden Bioprozessen zyklisch in das System einzubringen, zu vermessen und wieder zu entfernen, wodurch die Kontrolle von metabolen Zuständen und deren dynamische Änderungen erfolgen kann.

*Das Vorhaben wurde vom Kultusministerium Sachsen-Anhalt, PT-WTU, Förderkennzeichen 3054A/0088L, gefördert.