{"id":1102,"date":"2021-07-09T14:16:20","date_gmt":"2021-07-09T12:16:20","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.gmbu.de\/?p=1102"},"modified":"2022-03-03T13:38:15","modified_gmt":"2022-03-03T12:38:15","slug":"entwicklung-eines-sensorsystems-fuer-bildgefuehrte-minimal-invasive-behandlungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmbu.de\/en\/fachsektionen\/halle\/entwicklung-eines-sensorsystems-fuer-bildgefuehrte-minimal-invasive-behandlungen\/","title":{"rendered":"MRT-Sensor"},"content":{"rendered":"<p><strong>Entwicklung eines Sensorsystems f\u00fcr bildgef\u00fchrte minimal-invasive Behandlungen<\/strong><\/p>\n<p>Die minimal-invasive Interventionstechnik ist besonders patientenschonend und erfordert h\u00e4ufig nur einen ambulanten Krankenhausaufenthalt. Bei der lokalen Tumordiagnostik und -therapie m\u00fcssen die Instrumente \u2013 wie Biopsie- oder Ablationsnadeln \u2013 direkt in der L\u00e4sion platziert werden. Befinden diese sich innerhalb von beweglichen Organen wie der Leber, so ist eine medizinische Bildgebung erforderlich, um bei der Instrumentenplatzierung Organbewegungen (Atmung) und -verformung ausgleichen zu k\u00f6nnen. Die Magnetresonanztomographie (MRT) erm\u00f6glicht aufgrund ihres hervorragenden Weichteilkontrasts eine sehr gute Darstellung des Tumors. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen die aufzunehmenden Schichten beliebig orientiert werden, sodass eine gleichzeitige Darstellung von Instrument und Zielstruktur problemlos m\u00f6glich ist. Zudem kann mithilfe der MRT die Temperaturverteilung im Gewebe mittels Thermometrie gemessen und so die Gewebeerhitzung w\u00e4hrend der Ablation \u00fcberwacht werden. Die MRT-Bildgebung ist daher sehr gut zur Unterst\u00fctzung von lokalen Tumortherapien geeignet.<\/p>\n<p>Bei solchen Interventionen ist typischerweise der Radiologe im MRT-Scannerraum am Patienten, w\u00e4hrend eine MTRA im Kontrollraum ist, um den MRT-Scanner zu steuern. W\u00e4hrend der Bildakquise kommt es prinzipbedingt zu Kraftwirkungen auf Komponenten des MRT-Systems \u2013 den sogenannten Gradientenspulen \u2013 welche mit einer starken Ger\u00e4uschentstehung einhergehen. Eine Kommunikation kann in dem Fall nur sinnvoll \u00fcber Handzeichen erfolgen, wobei dies aufgrund der Lichtverh\u00e4ltnisse1 und der Gitterstruktur im Sichtfenster2 nur einseitig (Arzt \u2013 MTRA) m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Des Weiteren werden w\u00e4hrend der Intervention Ger\u00e4te \u2013 z.B. Mikrowellenablationsger\u00e4t \u2013 verwendet, die typischerweise per Fingerdruck bedient werden. Die sterile Bedienung dieser Ger\u00e4te ist herausfordernd. Zudem erfordert die Bedienung per Finger, dass die Ger\u00e4te in Greifweite des Radiologen platziert werden m\u00fcssen. W\u00fcnschenswert w\u00e4re aus diesem Grund, dass der Radiologe die Steuerung des MRTs sowie der peripheren Ger\u00e4te selbst durchf\u00fchren kann, wobei diese Interaktion keine Behinderung beim Interventionsablauf darstellen darf.<\/p>\n<p>Ziel des Vorhabens ist es daher, ein Interaktionswerkzeug bereitzustellen, dass in der klinischen Umgebung vor allem bei bildgef\u00fchrten Eingriffen einsetzbar ist. Der Prototyp soll es erm\u00f6glichen, medizinische Ger\u00e4te steril, einfach und zuverl\u00e4ssig zu bedienen. Das Interaktionswerkzeug soll in einer ersten Version \u00fcber mindestens folgende Merkmale verf\u00fcgen:<\/p>\n<p>Integration in ein steriles Textil<br \/>Robuste Erkennung von Eingaben, unabh\u00e4ngig von der Umgebung (z. B. Untergrund) und Gestaltung des Textils durch den Anwender<br \/>Erweiterte MRT-Kompatibilit\u00e4t<br \/>Bedienung des Human Interface Device (HID)-Standards<\/p>\n<p>Laufzeit des Projektes vom 01.05.2019 bis 31.10.2021<\/p>\n<p>Das Projekt wird gef\u00f6rdert durch:<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/gmbu.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/efre-1.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwicklung eines Sensorsystems f\u00fcr bildgef\u00fchrte minimal-invasive Behandlungen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2194,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[31,15,16],"tags":[],"class_list":["post-1102","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-efre","category-fachsektionen","category-halle"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gmbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1102","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gmbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gmbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1102"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.gmbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1102\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4394,"href":"https:\/\/www.gmbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1102\/revisions\/4394"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gmbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1102"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1102"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gmbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1102"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}