Analysegeräte zur Detektion von Spuren- und Schadstoffen in Boden, Luft und Wasser

Analysegeräte zur Detektion von Spuren- und Schadstoffen in Boden, Luft und Wasser

Ein Schwerpunkt der in Halle (Saale) ansässigen Fachsektion der GMBU e. V. liegt in der Entwicklung und Optimierung sowohl innovativer als auch bestehender Verfahren in den Bereichen Umwelt- und Biotechnologie. Die weitere Planung sieht den Ausbau im Hinblick auf ein neues Tätigkeitsfeld zur Thematik Umweltanalytik vor: Detektion und Eliminierung von Schadstoffen in Boden, Luft und Wasser. Diesbezüglich sind mehrere Vorhaben zur Thematik „Beseitigung von Spuren- und Schadstoffe im Innen- und Außenbereich“ in Zusammenarbeit mit verschiedenen regionalen Gemeinden und Unternehmen angedacht.

Jedes dieser geplanten Projektvorhaben beinhaltet einen erheblichen analytischen Part zur qualitativen und quantitativen Detektion verschiedener spezifischer Substanzen. Allerdings besitzen Gasströme eine sehr komplexe, variierende Matrix aus einer Vielzahl verschiedener Komponenten. Mit der aktuellen Analysetechnik ist es für die GMBU e. V. schwierig, die angedachten Problemstellungen effektiv zu bearbeiten, da mehrere aufwändige Nachweisverfahren notwendig wären. Eine Vielzahl der zu untersuchenden Proben würde daher an externe Labore weitergegeben und erst nach längerem Transportweg bearbeitet werden. Eine Veränderung der Probenmatrix während dieser Zeit ist vorprogrammiert und führt teilweise zu einer abweichenden Ergebnislage, welche die weiteren Arbeiten erschwert. Die Problematik liegt dabei meist in der Detektion von Substanzen, die nur in Spuren vorliegen und sich innerhalb kurzer Zeit abbauen oder umsetzen. Zur reproduzierbaren, zweifelsfreien Bewertung spezifischer Probenmatrizes, entwickelter Verfahren, Produkte und deren Effizienz ist eine detaillierte Analysemethode zwingend erforderlich.

Die Erweiterung Labortechnik der GMBU e. V. in Form von mehreren Messgeräten zur Detektion von Spuren- und Schadstoffen wird durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert. Damit können zukünftige Fragestellungen zur Analytik vielfältiger Proben zeitnah im eigenen Institut bearbeiten werden.

Folgende Kompetenzen sollen mit dieser Investition ermöglicht bzw. gesteigert werden:

  • qualitative und quantitative Bestimmung verschiedener Substanzen im Spurenbereich in Flüssig- und Gasproben,
  • definierte Probennahme von Gasen.

Die Investitionsmaßnahme beinhaltet die Anschaffung mehrerer Geräte zur Probennahme in wässrigen Medien und Gasen sowie zur Detektion von Schadstoffen im Spurenbereich. Die Geräte sollten eine Online-Messung ermöglichen und die einzelnen Arbeitsschritte der Messung (Probennahme, evtl. Anreichern, Spülen, Messung) automatisiert vornehmen, sodass eine zuverlässige, reproduzierbare Messung und ein minimaler Aufwand in Probenvorbereitung und eigentlichem Analysevorgang für den Nutzer geboten werden.

Laufzeit des Projektes vom 01.08.2021 bis 30.09.2022

Das Projekt wird gefördert durch: